Impulse

Impuls Nr.4

"Advent im Jahr der Eucharistie!" 

Den letzten Impuls habe ich vor einem Jahr - im Hinblick auf das Jahr der Familie - geschrieben. Ich war voll Hoffnung für das Jahr 2004 - aber sollte man angesichts der Rückschläge für Ehe und Familie nicht resignieren?

Weltweit werden Familien diskriminiert. Die "Beziehungen" aller Art, auch von homosexuellen Paaren, scheinen die Ehe ersetzen zu wollen. Mit Gott, der die Ehe gegründet und geheiligt hat, wollen viele nichts mehr zu tun haben. Da wird "der Mensch des Menschen Wolf" (Thomas Hobbes). Nur so ist es zu erklären, dass sich eine Frau eines taubstummen lesbischen Paares aus einer Samenbank befruchten lassen will mit der Absicht, dass das Kind ein Mädchen und auch taubstumm werden soll!
Papst Johannes Paul II. warnte am 20. November 2004 vor der Zerstörung der Familie und sagte: "Wer dieses grundlegende Gewebe des menschlichen Zusammenlebens zerstört ... fügt der Gesellschaft eine tiefe Wunde zu und verursacht Schäden, die oft nicht wieder gut zu machen sind."

ABER - wir befinden uns im Advent des Jahres der Eucharistie!
Da fällt doch dem von Krankheit gezeichneten und scheinbar nicht mehr arbeitsfähigen Papst immer wieder etwas Neues ein - ein Jahr der Eucharistie. Und in dem neuen Schreiben "Mane nobiscum domine" legt der Papst den Emausjüngern, zu denen sich ein Wanderer gesellt hat, folgende Worte in den Mund: "Mit trüben Gedanken beladen, konnten sie sich nicht vorstellen, dass gerade dieser Unbekannte ihr Meister sein würde, der schon von den Toten auferstanden war."

"Der göttliche Wanderer will uns weiterhin Gefährte sein"

Mit diesem Bild will uns der Papst ermutigen: "Der göttliche Wanderer will uns weiterhin Gefährte sein", gerade in der hl. Eucharistie und besonders in diesem Jahr. Wenn wir "trübe Gedanken" hegen und meinen, es gehe immer alles weiter bergab, dann müssen wir uns zur hl. Eucharistie flüchten - gerade in diesem Jahr! Wir werden unseren Herrn und Meister trotz allen Verfalls am sichersten am "Brotbrechen" erkennen.

Es ist sicher vielen Lesern der berühmte Traum des heiligen Don Bosco bekannt. Ein Gemälde, das nach diesem Traum gemalt wurde, hängt in einer Kirche von Turin. Das Bild zeigt ein großes Schiff, das zwischen zwei Säulen vor Anker geht. Über der linken Säule schwebt eine Hostie und auf der rechten Säule steht eine Marienstatue.

Die zwei Rettungs-Säulen

Dies will sagen, dass das so sehr umkämpfte Schiff der katholischen Kirche zwischen die Säulen der Eucharistie und der Muttergottes navigiert werden wird.

Im Zusammenhang mit diesem Traum kann man wohl sagen: Der Heilige Vater hat mit seinem Apostolischen Schreiben "Rosarium Virginis Mariae" und der Ausrufung des "Jahres des Rosenkranzes" (Okt. 2002 - Okt. 2003) die kleinere Säule der Muttergottes aufgestellt. Im schon begonnenen "Jahr der Eucharistie" (Okt. 2004 - Okt. 2005) wird aufbauend auf das Schreiben "Ecclesia Eucharistia" die Säule der Eucharistie errichtet. Wenn diese zweite Säule fertig gestellt sein wird, dann kann nach dem Traum von Don Bosco das Schiff der Kirche zwischen beiden Säulen sicher sicher vor Anker gehen.

Was bedeutet das für die Hauskirche?
Liebe Freunde, es bedeutet HOFFNUNG und es beinhaltet den Auftrag, uns in diesem Jahr auch als Familie besonders der Eucharistie hinzuwenden durch

"Entdeckt das Geschenk der Eucharistie neu"

Der Papst schreibt:
"Ihr Gläubigen alle, entdeckt das Geschenk der Eucharistie neu als Licht und Kraftquelle für euer tägliches Leben in der Welt, in der Ausübung der jeweiligen Berufe und im Kontakt mit den verschiedensten Situationen. Entdeckt dieses Geschenk wieder neu, um ganz und gar die Familie in ihrer Schönheit und Aufgabe zu leben."

Mitten in dieses Jahr der Eucharistie fällt der 150jährige Gedenktag der Verkündigung des Dogmas von der "Unbefleckten Empfängnis" (8. Dezember 1854). Möge die ohne Makel der Erbsünde empfangene Jungfrau Maria, die Mutter der Kirche und Frau aller Völker uns in diesem Jahr näher zur heiligsten Eucharistie führen. 
 

Ihr Horst Obereder
(Homepage-Gestalter)