Impulse

Impuls Nr.5

"25. März im Jahr der Eucharistie!" 

In diesem "Jahr der Eucharistie" fällt der Karfreitag auf den 25. März, also auf den Festtag Mariä Verkündigung. Für solche Fälle hat die Kirche bestimmt, dass das nachrangige Fest verschoben wird. Mariä Verkündigung wird daher heuer verschoben und erst am 4. April gefeiert. Eine derartige Konstellation gibt es in diesem Jahrhundert nur noch einmal.

Irgendwie hat dieses Datum etwas Besonderes an sich, es ereignet sich ja ausgerechnet im Jahr der Heiligen Eucharistie, dass der Karfreitag auf den 25. März fällt. Ohne Verschiebung des Marienfestes würden wir die Menschwerdung Christi und seinen Kreuzestod am selben Tag feiern. Das ist im Hinblick auf die Eucharistie bemerkenswert. Feiern wir nicht in jeder Heiligen Messe Menschwerdung, Kreuzigung und Auferstehung?

Der 25. März 2005 ist daher sicher ein besonders gnadenvoller Tag, auch wenn die Kirche das offizielle Fest Mariä Verkündigung nachholt!

Das Zusammenfallen der Festdaten kann uns daran erinnern, dass es ohne das "Ja" Mariens die Menschwerdung Jesu in dieser Form nicht gegeben hätte. Sogar die Erlösungstat Jesu war vom "JA" Mariens abhängig. Maria nimmt daher auch im Hinblick auf die Erlösungstat Jesu eine besondere Stellung ein und man könnte sie - richtig verstanden - sogar als "Miterlöserin" bezeichnen. Durch ihr "JA" hat sie uns die Erlösungstat Jesu "vermittelt", sie hat die Grundlage dazu geschaffen.

Menschwerdung und Kreuzestod an einem Tag

Wir feiern am 25. März 2005 daher gleichzeitig  die Menschwerdung Jesu (auch wenn sie offiziell verschoben ist), seinen Kreuzestod und die Geburt der Kirche. Aus der geöffneten Seite Jesu strömten ja Blut und Wasser, die Sakramente der Kirche, hervor. Und Maria wird unter dem Kreuz zur Mutter der Kirche. Johannes, der Maria aufnehmen sollte, wird zum "Sohn Mariens" und gleichzeitig werden wir ihre Söhne und Töchter.

Wenn wir die Bedeutung Mariens in der Heilsökonomie Gottes verstehen würden, es würde uns die Luft wegbleiben! Es ist ungeheuerlich, aber die Kirche hat ein Geschöpf Gottes offiziell als "Mutter Gottes" definiert. Ja, sie ist die Mutter des Mensch gewordenen Gottes; sie ist die "Gottesgebärerin", wie sie die Väter nannten.

Wir dürfen Maria daher besonders in diesem Jahr der Eucharistie als "Mittlerin" und "Fürbitterin" anrufen. Ihre Nähe zum Kreuzestod Jesu und den damit verbundenen Gnaden wird heuer am 25. März besonders sichtbar.

Maria, dein "JA" zur Empfängnis hat uns zusammen mit dem "JA" deines Sohnes Jesus zum Sühnetod am Kreuz die Erlösung gebracht. Jesus allein hat uns erlöst; er ist zuerst Mensch geworden und dann am Kreuz für uns gestorben! "Empfangen durch den Heiligen Geist, ... gekreuzigt, gestorben und begraben ..." Das feiern wir am 25. März 2005, auch wenn die offizielle Feier der Menschwerdung auf den 4. April 2005, auf den ersten Tag nach dem Barmherzigkeitssonntag, verschoben wurde.
 

Ihr Horst Obereder
(Homepage-Gestalter)