Referatauszug von Mag. Obereder Ingeborg
Plötzlich verlassen zu sein – vielleicht mit kleinen Kindern – ist eine traumatische Lebenssituation!
Es ist daher nicht verwunderlich, wenn sich viele wieder einen neuen Partner suchen wollen.
Nun gibt es aber eine erfreuliche und ermutigende Zukunftsperspektive. Einen Hoffnungsstern für Getrennte bzw. Geschiedene, die
"Gemeinschaft Unserer Lieben Frau vom Bund".
Diese Gemeinschaft ist in Frankreich ist vor etwa 10 Jahren entstanden. Ihre Intention ist es, dafür zu sorgen, dass geschlechtliches Alleinsein nicht schlechthin Alleinsein bedeutet.
Voraussetzung für dieses Leben ist zuerst die Einsicht, dass die Ehe wirklich unauflöslich ist. Erzbischof Jullien von Rennes findet in einem "Brief an die geschiedenen Brüder und Schwestern" folgende Worte:
Kardinal Danneels von Brüssel-Mecheln hat ein sehr sprechendes Bild gefunden:
Diese erfreuliche Initiative aus Frankreich möge doch in vielen Ländern, Städten, Orten Nachahmer finden.
Nicht in so großem Rahmen und als kirchliche Gemeinschaft, sondern klein und bescheiden, ist in Oberösterreich etwas Ähnliches passiert. Und zwar ohne dieses Ziel direkt anzupeilen.
Eine Bekannte von uns hat vor einigen Jahren einen Gebetskreis gegründet. Im Laufe seines Bestehens wurden einige junge Frauen – dem Zeitgeist entsprechend - von ihren Männern verlassen. Nun ist dieser Gebetskreis nahezu ein Zentrum für christliche Frauen geworden, die getrennt oder geschieden leben.
Die Spiritualität der Leiterin entspricht dem, was die Kirche sagt. Und diese Frauen haben
bewusst in das Opfer eingewilligt, nun ihren Lebensweg ohne ihren Mann zugehen. Wenn auch unter vielen Tränen, sie akzeptieren es. Sie ermutigen und stärken einander.
Viele persönliche Lebenszeugnisse kann ich anführen.,
Jeder kann einen Beitrag zur Klimaverbesserung leisten. Man kann den einzelnen, der nun getrennt oder geschieden dasteht, ermutigen, auf dem Weg der Kirche durchzuhalten. Vielleicht gelingt es, einige, vielleicht auch nur zwei, die dieses Schicksal teilen, zusammenzubringen.
Eine von der Glaubenskongregation approbierte Orientierungshilfe für "geschiedene und wiederverheiratete geschiedene Gläubige" ist in der Nacharbeit am "Dialog für Österreich" unter der Federführung von Bischof DDr. Klaus Küng entstanden.
Die Broschüre ist in den Pastoral- bzw. Seelsorgeämtern der
österreichischen Diözesen und im österreichischen Pastoralinstitut erhältlich.
(1010 Wien, Stephansplatz 3/3).
Tel.: 01/51 552/3751; Fax: 01/51 552/3755 oder
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